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Flossi

Zu Weihnachten habe ich endlich einen Flossi bekommen, natürlich nicht in Originalgröße von gut vier Metern, sondern in einer kleineren Variante. Rosalie, die Kunstprofessorin aus Stuttgart, hat die Flossis kreiert und sie krabbelten erstmals 1998 anlässlich der Eröffnung des Deutschen Kunststoff-Museums im NRW-Forum in Düsseldorf die Wände hoch. Irgendwann verschwanden sie, aber die Düsseldorfer haben so ein Geschrei gemacht, dass sie seit 2002 wieder an anderer Stelle die Wand hochkriechen dürfen, also die Flossis. Ich gehörte auch zu den Schreiern und hätte am liebsten einen ganz großen gehabt, aber wir haben nicht wirklich eine passende Fassade, wo er sich hätte austoben können. Meiner ist hellblau und sieht aus, wie einer der Kerle aus der Blue-Man-Group und ich finde es total abgefahren, wie er versucht meine Zimmerdecke zu erreichen. Ich würde auch gerne so spidermanmäßig die Wand hoch krabbeln können. Vielleicht erbarmt sich ja jemand und schenkt mir zum Geburtstag einen zweiten.

Verwöhnte Vögel

Diesmal handelt die Geschichte von echten Tieren und keinen imaginären, die sich unter irgendwelchen Motorhauben tummeln.
Bei den ganzen Schneemassen der letzten Wochen wurde ich irgendwann doch schwach, als ich die verzweifelt nach Futter suchenden Vögel auf meiner Terrasse beobachtete. Ich stellte ihnen einen Teller mit kleingehackten Nüssen hin und im Nu kamen sie in Scharen angeflogen und bedienten sich. Wenn nichts mehr da war, klopften sie mitunter mit ihren Schnäbeln ans Fenster und es hätte mich nicht gewundert, wenn sie auch noch an der Haustür geklingelt hätten um mich daran zu erinnern, schneller für mehr Nachschub zu sorgen. Irgendwann kaufte ich “Weichfutter für Vögel” und stellte es ihnen hin. Einer nach dem anderen hüpfte um den Teller herum, besah sich, was darauf lag und dann schien es fast so, als würden sie verächtlich mit den Schultern zucken nach dem Motto: “Was soll denn dieser Fraß?” Frustriert hinterließen sie ihre grau-weißen Marken auf dem Geländer und flogen davon. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, suchte die letzten Nüsse zusammen, hackte sie und stellte sie rasch auf die Terrasse.
Nur wenig später erschien der erste gefiederte Gast und stürzte sich auf den Teller. Wie es tatsächlich funktioniert, weiß ich nicht, aber binnen Sekunden zischten seine sämtlichen Verwandten, Bekannten und Kumpel herbei. Im Geiste sah ich schon Alfred Hitchkock um die Ecke schlendern und begeistert rufen: “Wunderbar, die perfekte Einstellung für die nächste Szene.”
Jetzt ist der Schnee geschmolzen und wir können uns alle wieder selbst um eine gute Mahlzeit kümmern. Mir stellt ja auch keiner täglich ein leckeres Essen vor die Nase.

300 Pferde auf der falschen Seite

Nach dem ich Ende Dezember erfuhr, dass im letzten Jahr unerwartet viele Besucher einen Blick auf meine homepage geworfen haben, habe ich mich entschlossen, öfters eine kleine Geschichte zu erzählen, damit die Zeit bis zur nächsten Buchveröffentlichung nicht zu lang wird.
Den Heiligabend wollte ich eigentlich ganz entspannt mit meiner Familie verbringen. Leider gab es zu Beginn noch etwas Hektik.Ich musste noch einmal mit dem Auto weg. Als ich zurückkam, landete ich nicht perfekt in unserer Einfahrt und wollte das korrigieren. Ich setzte drei Meter zurück, um es erneut zu versuchen. Nette Idee! Ich blieb mit dem linken Rad auf einer Eisplatte hängen und kam weder vor noch zurück. Also Schaufel geholt, Streusalz, Pappe, ein Stück Teppichboden. Zu Dritt versuchten wir unseren dicken Liebling auf seinen Schlafplatz zu bugsieren. Nix da, er blieb bockig und schräg stehen und versperrte die Straße. Zu allem Überfluss wollte ein Nachbar mit seinem Auto an uns vorbei. Er stieg jedoch nicht aus, um uns zu helfen, sondern kurbelte lediglich sein Fenster runter und rief: “Wann geht es hier weiter, ich will nach Hause.” Er blieb bei laufendem Motor in seinem warmen Wagen sitzen, trommelte mit den Fingern auf dem Lenkrad herum und schaute uns zu.
Ich setzte mich erneut an mein Steuer. Dabei stellte ich mir vor, wie mich jetzt die 300 Pferde, die sich unter meiner Motorhaube verbergen, mit einem Ruck vorwärts ziehen. Falsch gedacht meine Liebe. Sie konnten mich ja gar nicht ziehen, sie standen ja hinter mir. Mein Auto hat Heck- und nicht Frontantrieb. Was mit 300 nach vorne schubsenden Pferden passiert, kann man sich lebhaft ausmalen: Sie rutschen alle auf dem Eis aus und purzeln durcheinander.
Am Ende schafften es 5 starke Kerle, mich aus meiner misslichen Lage zu befreien. Hurra, vielen Dank auch und frohe Weihnachten.

Ältere sind so jung wie nie

“Ich habe, glaube ich, die Gabe, witzig über ein im Grunde sehr ernsthaftes Thema schreiben zu können.“ antwortet Henrike Müller-Moll auf die Fragen von Cordula Hupfer im Interview von RP Online, das am 20.12.2010 erschienen ist.

Zum Interview mit Henrike Müller-Moll

Kultur am Nachmittag- Lesung “Ein Rabenaas wird 60″

20.01.2011

16.00 Uhr

Lesecafe´im Medienzentrum

Peter-Brüning-Platz 3, 40878 Ratingen

Eintritt frei

Älterwerden ist etwas Wunderbares

In der Ausgabe 21 der Zeitschrift “Für Sie” vom 28.09.2010 bin ich bei einem Report über die 6 Säulen des Glücks dabei und werde als eine von sechs “bemerkenswerten” Frauen zitiert unter der Headline “Älterwerden ist etwas Wunderbares.”

“Rock n Old”- Warum Älterwerden eine feine Sache sein kann

19. Oktober 2010

19.00 Uhr

Laudien Berlin Fashionroom

Knesebeckstraße 95, 10623 Berlin

Eintritt: 15/8 Euro

Anmeldung/Kartenverkauf: info@schwindkommunikation.de

Ein Lob von den Lesefreunden

“Je runder der Geburtstag, desto frecher das Geburtstagskind. Bravo, weiter so!…..”

Dieses und weitere Komplimente gab es von den Lesefreunden 24 im Juni 2010. Wer die komplette Rezension lesen möchte, findet sie unter:

“lesefreunde24.npage.de/biographien,_betrachtungen_und_erinnerungen_46273587.html”

Zu Gast im SWR4

Am 6. Mai 2010 war ich zu Gast bei Michaela Grom im SWR4, Stuttgart. Es wurde ein heiteres Gespräch über die Ängste, 60 zu werden. Nach einem Zuhörer-Aufruf stellte sich heraus, dass Frauen mit dem 60.sten Geburtstag weniger Probleme haben, als Männer. Wer hätte das gedacht!

Kompliment von Johann Lafer

Im April 2010 bedankt sich Johann Lafer für mein “tolles” Buch und beglückwünscht mich zu meinem “so wunderbaren, heiteren Schreibstil!”

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